Verkaufen im Internet – wenn Käufer nicht lesen können

Ich versuche seit mehreren Monaten meine 4 DVD-Staffeln von Enterprise unters Volk zu bringen. Jedes mal mit dem deutlichen Hinweis „Achtung! Nur englischer Ton!“ Ungeachtet dieser Information habe ich mittlerweile 4 Rücksendungen erhalten mit dem Hinweis, dass meine Beschreibung „überlesen“ wurde und ich bei Verkäufen über Amazon 14 Tage zur Rücknahme verpflichtet bin. Gott sei Dank bin ich mittlerweile 3 Staffeln los geworden. Bei Nummer 4 hat sich gerade eben wieder der Käufer gemeldet, dass er das ja nicht gewusst habe.

Auch der Verkauf eines Kinderwagens kann mit Hindernissen behaftet sein. Weil auf einem Produktfoto bei Amazon die Möglichkeit gezeigt wird, den Wagen mit einem Maxi Cosi zu bestücken besteht die Käuferin darauf, dass dieser doch gefälligst im Lieferumfang zu sein habe („WO ist die Babyschale war bei Lieferung nicht dabei!“). Auf meinen Hinweis, dass das nur ein Beispiel sei, was mit dem Kinderwagen alles möglich sei und in der Artikelbeschreibung der genaue Lieferumfang angegeben ist, wird nicht reagiert. Sie hat jeden Tag die gleiche Email über den Amazon-Kundenservice geschickt: Ich soll den Maxi Cosi doch nachschicken, oder 100 Euro (!) nachlassen. Dies ging so lange, bis ich der Dame über den Verkäuferservice nahe gelegt habe, das unterbleiben zu lassen und den Wagen bei Nichtgefallen bitte einfach zurück zu schicken. Interessant ist auch, dass der Wagen nach Ihrer dritten Mail auf einmal schon beim auspacken „stark beschädigt“ gewesen sein soll. Bei Mail Nummer 4 war „der Stoff leicht eingerissen“ und bei Mail Nummer 5 „die Beschädigung nicht sofort ersichtlich“.

Bis heute habe ich den Wagen nicht zurückerhalten. Bald sind die 14 Tage vorbei. Ich bin gespannt.

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