Zeig mir deine Welt – Menschen mit Down-Syndrom

Zur Zeit läuft im Ersten „Zeig mir deine Welt“. Kai Pflaume trifft in Deutschland Menschen mit Down-Syndrom, begleitet diese und befragt sie und ihre engsten Vertrauten über ihr Leben. Die ersten beiden Teile habe ich inzwischen gesehen. Als „betroffener“ Vater finde ich die Serie toll. Sie zeigt wunderbar, dass die Diagnose Down nicht das Ende der Welt bedeutet, sondern dass es Vieles im eigenen Leben verändert, aber sicher nichts zum Schlechten.

Hochinteressant und erschreckend ist, dass beinahe allen Eltern geraten wurde, das Kind unmittelbar nach der Geburt ins Heim zu geben. Unsere Erfahrungen als Lorenz zur Welt gekommen ist, waren ja auch beinahe durchweg negativ. Uns wurde nicht zur Geburt gratuliert, es wurde kein Foto für die Zeitung gemacht, es wurden uns sämtliche Krankheiten aufgezählt, die Menschen mit Down für gewöhnlich so bekommen können usw usf.

Die Diagnose Down ist nicht das Ende der Welt. Es ist eine Herausforderung. Aber nicht, weil diese Kinder oft unendlich viel komplizierter und aufwändiger sind als andere, sondern weil man ein Leben lang gegen Unwissenheit, Ignoranz und Ablehnung kämpfen muss, weil sein Kind anders ist. Das gilt es zu bekämpfen. „Zeig mir deine Welt“ ist ein Schritt in die richtige Richtung. Einer der „Hauptdarsteller“ hat es wunderbar auf den Punkt gebracht: „Wir sind verdammt noch mal alles Menschen.“

http://www.ardmediathek.de/das-erste/zeig-mir-deine-welt/zeig-mir-deine-welt-mit-kai-pflaume-teil-1?documentId=15265630

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